Herzlich willkommen in der Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek Gotha zählt zu den großen deutschen Bibliotheken mit historischen Beständen. Als Teil des frühbarocken Ensembles auf Schloss Friedenstein hat die Forschungsbibliothek Aufnahme in das im Namen der Bundesregierung von Paul Raabe erarbeiteten „Blaubuch“ gefunden.

 

 

Den Emil-Sauerteig-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement in der Residenzstadt Gotha erhielten beim SPD-Ehrenamtsempfang im Tivoli Carola Höner vom Freundeskreis Forschungsbibliothek und Heinz Lindner vom SV Westring Gotha.
Foto: Matthias Wenzel

 

"Wir freuen uns, gratulieren der Preisträgerin

und bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit!" 

 

 

 

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Wissenschaftsrat stellt Forschungsbibliothek Gotha mit Bestnoten aus
Ausbau der Forschungsbibliothek jetzt vorantreiben

„Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß“, freut sich Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener, Vorsitzender des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha. „Die Forschungsbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein gehört zu den TOP 5 der international bedeutenden deutschen Kultur- und Forschungsstätten – zusammen mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, mit der Klassik Stiftung Weimar und mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.“ Die historischen Bestände zur Reformations-geschichte, die Sammlung orientalischer Handschriften und die Sammlung Perthes verleihen dem Standort eine „internationale Ausstrahlung“.

 

Das stellt der Wissenschaftsrat in einem gerade veröffentlichten Gutachten fest. Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste Beratungsgremium im Bereich Wissenschaft und gibt gegenüber der Bundesregierung und den Regierungen der Länder regelmäßig Empfehlungen zu Fragen von Hochschule und Forschung ab.

 

Weiter heißt es im Gutachten des Wissenschaftsrates:

  Die Forschungsbibliothek habe sich in den vergangenen Jahren „erfolgreich zu einer selbst forschenden Einrichtung entwickelt“. Schuppener: „Das ist eine Auszeichnung für die hervorragende Arbeit der Bibliotheksleiterin Dr. Kathrin Paasch und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich einem aufwändigen Begutachtungsverfahren gestellt haben.“

Die Anerkennung der Forschungsleistung wiege umso mehr angesichts der Ausstattung der Forschungsbibliothek.

Der Wissenschaftsrat weise deutlich auf die „unzureichenden finanziellen und personellen“ Ressourcen hin. Das Gutachten sehe die „uneingeschränkte Funktions-fähigkeit“ der Forschungsbibliothek in Gefahr.

Konkret beanstandet wird, dass Daueraufgaben von befristet Beschäftigten wahrgenommen werden. Das betrifft vor allem den Arbeitsbereich Reformations-forschung. Für die weltberühmte geographiegeschichtliche Sammlung Perthes, die im Herbst in den neuen Räumlichkeiten eröffnet wird, stehe noch nicht einmal Fachpersonal zur Verfügung. Der Wissenschaftsrat hält daher einen maßgeblichen „institutionellen Personalaufwuchs“ für erforderlich. Dann können auch die weiteren Schritte zu einer Kooperation mit den anderen Einrichtungen auf Schloss Friedenstein gegangen werden. Die erste gemeinsame Konzeption dazu liegt bereits vor.

Schuppener teilt diese Einschätzung des Wissenschaftsrates. „Das deckt sich mit der Einschätzung, die der Freundeskreis in seiner langjährigen Kooperation mit der Forschungsbibliothek gewonnen hat. Setzt man die Ausstattung der Forschungs-bibliothek ins Verhältnis mit einer vergleichbaren Einrichtung wie der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die dreimal so viel Personal hat, dann zeigt sich deutlich, dass die Forschungsbibliothek eklatant unterfinanziert ist.“

Schuppener weiter: „Mein Dank gilt dem Land Thüringen, das den Wissenschaftsrat um seine Expertise gebeten hatte. Das Land Thüringen und die Universität Erfurt sind sich ihrer Verantwortung für den Forschungsstandort Gotha bewusst.“

Mit dem Gutachten läge jetzt eine klare Handreichung vor, begrüßt Schuppener das Papier. Der Wissenschaftsrat fordere Träger und Zuwendungsgeber auf, „die erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen bereit zu stellen“. Aktuell verhandeln Hochschule und Land über das Budget für die kommende Förderperiode. „Ich gehe davon aus, dass noch in diesem Jahr hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen in Gotha erste Weichen gestellt werden.“