Herzlich willkommen in der Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek Gotha zählt zu den großen deutschen Bibliotheken mit historischen Beständen. Als Teil des frühbarocken Ensembles auf Schloss Friedenstein hat die Forschungsbibliothek Aufnahme in das im Namen der Bundesregierung von Paul Raabe erarbeiteten „Blaubuch“ gefunden.

 

 

 

Einladung zum Konzert am 1. Oktober 2016 in der Schlosskirche Gotha

 

Kartenvorverkauf für Stölzel-Konzert

startet ab 1. September 2016

 

Liebe Mitglieder des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gothae.V.,

liebe Freunde der Forschungsbibliothek Gotha,

 

am 1. September 2016 beginnt der Kartenvorverkauf für das Konzert „Von wahrem Reichthume der Harmonie. Gottfried Heinrich Stölzel – Ein Gesprächskonzert", zu dem wir Sie im Namen der Veranstalter herzlich einladen möchten. Es findet am Sonnabend, dem 1. Oktober 2016, 19.30 Uhr in der Schlosskirche von Schloss Friedenstein Gotha statt. Sie haben die Gelegenheit, das renommierte Barockensemble „Telemannisches Collegium Michaelstein“ mit Werken Gottfried Heinrich Stölzels (1690–1749) am historischen Ort, der Wirkungsstätte des Komponisten, zu erleben.

 

Gottfried Heinrich Stölzel galt als einer der bedeutendsten und bekanntesten Musiker seiner Zeit. Dabei prägte er die höfische Musikkultur während seiner Lebensstellung als Gothaer Hofkapellmeister von 1719 bis 1749 in besonderer Weise. Anhand erlesener Beispiele aus seinem Schaffen erhalten die Zuhörerinnen und Zuhörer einen tiefen Eindruck von der Schönheit und Gestaltungskraft Stölzels weltlicher und kirchlicher Musik, darunter auch eine Erstaufführung. Die musikalische Leitung und Gesprächsführung übernimmt Ludger Rémy, Professor für Alte Musik in Dresden und einer der maßgeblichen Stölzel-Kenner und -Interpreten unserer Zeit.

 

Das Konzert findet im Rahmen der von der Forschungsbibliothek Gotha organisierten Tagung „Protestantisch-höfische Musikkultur zwischen 1700 und 1750. Gottfried Heinrich Stölzel (1690–1749) im Kontext seiner Zeit“ vom 30. September bis 2. Oktober 2016 in der Forschungsbibliothek statt. Sie wird gemeinsam mit dem Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, der Stiftung Kloster Michaelstein und der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg veranstaltet. Tagung und Konzert sollen dazu beitragen, Forschungen zu Stölzel voranzutreiben und das musikalische Erbe eines der bedeutendsten thüringischen Musiker der Frühen Neuzeit neu ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Das Konzert wird von der Mitteldeutschen Barockmusik e.V. sowie vom Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. gefördert.

Für das Konzert steht eine begrenzte Anzahl von Karten zur Verfügung. Karten für 15 Euro sowie ermäßigte Karten für Studierende, Schüler/innen und Mitglieder des Freundeskreises für 10 Euro können Sie über die Forschungsbibliothek Gotha per Mail an: bibliothek.gotha@uni-erfurt.de bestellen (bitte mit Anzahl der Karten, Name, Anschrift) und per Rechnung bezahlen.

 

Ab dem 1. September 2016 können Sie die Karten auch direkt in der Bibliothek (Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr) erwerben. Restkarten sind am 1. Oktober 2016 an der Abendkasse ab 18.30 Uhr in der Schlosskirche erhältlich.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu diesem Konzert auf Schloss Friedenstein begrüßen zu dürfen.

 

Mit sehr freundlichen Grüßen
Ihre/Ihr

 

Dr. Kathrin Paasch                                                         Dr. Wolfgang Steguweit

Leiterin der Forschungsbibliothek                                      Vorsitzender des Freundeskreises

Bild
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

 

 

Wissenschaftsrat stellt Forschungsbibliothek Gotha mit Bestnoten aus
Ausbau der Forschungsbibliothek jetzt vorantreiben

„Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß“, freut sich Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener, Vorsitzender des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha. „Die Forschungsbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein gehört zu den TOP 5 der international bedeutenden deutschen Kultur- und Forschungsstätten – zusammen mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, mit der Klassik Stiftung Weimar und mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.“ Die historischen Bestände zur Reformations-geschichte, die Sammlung orientalischer Handschriften und die Sammlung Perthes verleihen dem Standort eine „internationale Ausstrahlung“.

 

Das stellt der Wissenschaftsrat in einem gerade veröffentlichten Gutachten fest. Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste Beratungsgremium im Bereich Wissenschaft und gibt gegenüber der Bundesregierung und den Regierungen der Länder regelmäßig Empfehlungen zu Fragen von Hochschule und Forschung ab.

 

Weiter heißt es im Gutachten des Wissenschaftsrates:

  Die Forschungsbibliothek habe sich in den vergangenen Jahren „erfolgreich zu einer selbst forschenden Einrichtung entwickelt“. Schuppener: „Das ist eine Auszeichnung für die hervorragende Arbeit der Bibliotheksleiterin Dr. Kathrin Paasch und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich einem aufwändigen Begutachtungsverfahren gestellt haben.“

Die Anerkennung der Forschungsleistung wiege umso mehr angesichts der Ausstattung der Forschungsbibliothek.

Der Wissenschaftsrat weise deutlich auf die „unzureichenden finanziellen und personellen“ Ressourcen hin. Das Gutachten sehe die „uneingeschränkte Funktions-fähigkeit“ der Forschungsbibliothek in Gefahr.

Konkret beanstandet wird, dass Daueraufgaben von befristet Beschäftigten wahrgenommen werden. Das betrifft vor allem den Arbeitsbereich Reformations-forschung. Für die weltberühmte geographiegeschichtliche Sammlung Perthes, die im Herbst in den neuen Räumlichkeiten eröffnet wird, stehe noch nicht einmal Fachpersonal zur Verfügung. Der Wissenschaftsrat hält daher einen maßgeblichen „institutionellen Personalaufwuchs“ für erforderlich. Dann können auch die weiteren Schritte zu einer Kooperation mit den anderen Einrichtungen auf Schloss Friedenstein gegangen werden. Die erste gemeinsame Konzeption dazu liegt bereits vor.

Schuppener teilt diese Einschätzung des Wissenschaftsrates. „Das deckt sich mit der Einschätzung, die der Freundeskreis in seiner langjährigen Kooperation mit der Forschungsbibliothek gewonnen hat. Setzt man die Ausstattung der Forschungs-bibliothek ins Verhältnis mit einer vergleichbaren Einrichtung wie der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die dreimal so viel Personal hat, dann zeigt sich deutlich, dass die Forschungsbibliothek eklatant unterfinanziert ist.“

Schuppener weiter: „Mein Dank gilt dem Land Thüringen, das den Wissenschaftsrat um seine Expertise gebeten hatte. Das Land Thüringen und die Universität Erfurt sind sich ihrer Verantwortung für den Forschungsstandort Gotha bewusst.“

Mit dem Gutachten läge jetzt eine klare Handreichung vor, begrüßt Schuppener das Papier. Der Wissenschaftsrat fordere Träger und Zuwendungsgeber auf, „die erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen bereit zu stellen“. Aktuell verhandeln Hochschule und Land über das Budget für die kommende Förderperiode. „Ich gehe davon aus, dass noch in diesem Jahr hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen in Gotha erste Weichen gestellt werden.“